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Informationstechnikstudent im NASA-Praktikum

Um viele Erfahrungen reicher ist der Informationstechnikstudent Björn Schüler von einem Praktikum bei der NASA, der amerikanischen Weltraumbehörde, zurückgekehrt. Björn Schüler studiert Informationstechnik in unserer Fakultät und hatte die Chance zu diesem Praktikum auch durch eine in Zusammenarbeit mit dem DLR, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin, durchgeführte Studienarbeit. Im NASA-Praktikum war er an der Entwicklung von LOLA (Lunar Orbiter Laser Altimeter), einem Laser-Höhenmeter, beteiligt, das inzwischen von einem Mondsatelliten aus die Kartographie insbesondere der rückseitigen Mondoberfläche unterstützt.

Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilt http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/86_read-17979/ , waren an dieser Mondmission auf deutscher Seite auch das Team von Prof. Jürgen Oberst vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin beteiligt. Seine Forschungsgruppe stellt ihr Fachwissen auf dem Gebiet der geophysikalischen und geodätischen Interpretation in den Dienst der Mission, hauptsächlich für die Daten des Laser-Höhenmessers LOLA. Besonders interessant für die Mondforscher sind noch fast völlig unbekannte Gebiete am Nord- und Südpol des Mondes, die entweder hoch gelegen und deshalb ständigem Sonnenlicht ausgesetzt sind oder sich in permanenter Dunkelheit befinden. Tiefe Krater, in die nie ein Lichtstrahl dringt, können vielleicht kleine Mengen von Wasser-Eis enthalten. Für zukünftige Astronauten wäre Wasser auf dem Mond ein Rohstoff von unschätzbarem Wert; man könnte sich die mühevolle und kostspielige Mitnahme von Wasser und Treibstoffen von der Erde ganz oder teilweise ersparen. Auch große Gebiete auf der Mondrückseite sind noch immer nicht gut dokumentiert - weil der Mond für eine Rotation um seine eigene Achse genau so lange braucht, wie für einen Umlauf um die Erde, kann sie von der Erde nie beobachtet werden. Die NASA-Mondmission wird nun mindestens zehn Prozent der Mondoberfläche - insbesondere an den beiden Polen - in einer Bildauflösung von einem halben Meter pro Bildpunkt (Pixel) erfassen.

In seiner beim DLR durchgeführten Studienarbeit entwickelte Björn Schüler in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsgebiet „Schaltungen der Informationverarbeitung“ der Fakultät ein Fokussiersystem für eine hochauflösende stereometrische Erfassung der Marsoberfläche im Rahmen der für 2016 geplanten Marsmission ExoMars der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA. Hier konnte er wesentliche Erfahrungen sammeln und Weichen stellen für das Praktikum bei der NASA. Sein Interesse an der Weltraumtechnik wurde auch wesentlich durch die Vorlesung in Satellitenkommunikationstechnik gehalten von  Klaus Meng , Vorstandsvorsitzender der VCS AG und Honorarprofessor in unserer Fakultät, unterstützt.


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