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Wichtiger Schritt in Richtung Plug-and-Charge für Elektrofahrzeuge: Internationales Standardisierungs-Testival an der TU Dortmund

Ein wichtiger Schritt in Richtung Plug-and-Charge für Elektrofahrzeuge: Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Christian Wietfeld veranstaltete der Lehrstuhl für Kommunikationsnetze der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik am 12. und 13. November 2015 das internationale Conformance & Interoperability Testival erstmals in Deutschland (nach Treffen in USA und Japan).

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Testival_KN_2015_78Im Rahmen der breiten Einführung der Elektromobilität ist die übergreifende Interoperabilität zwischen Ladeinfrastrukturen & Elektrofahrzeugen von entscheidender Bedeutung für die Nutzerakzeptanz: jedes Elektrofahrzeug soll mit jeder Ladesäule unabhängig von Hersteller und Betreiber reibungslos zusammenspielen.

Neben den elektrischen & mechanischen Anforderungen an den Ladestecker sind kommunikationstechnische Steuerungsaspekte der Ladeschnittstelle essentiell. Aufgrund der vielfältigen Anwendungsszenarien zur Ladesteuerung ist in der internationalen Standardisierung ein komplexes Kommunikationsprotokoll entstanden, um Anwendungen wie Schnellladen, exklusive Nutzung von „Grünstrom“ und selbstproduziertem Strom, Roaming im In- und Ausland, induktives Laden, Laden von Elektro-Bussen, etc. zu unterstützen. Aktuell wird der Standard erstmals weltweit in Elektrofahrzeugen und Ladesäulen implementiert, wobei mit Spannung erwartet wird, ob die Systeme tatsächlich wie gewünscht problemlos zusammenarbeiten.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der internationalen Standardisierung zur Kontrollkommunikation für die intelligente E-Fahrzeug Ladeschnittstelle ("Combined Charging System", CCS) nach ISO/IEC 15118 bzw. DIN 70121 statt. Der Lehrstuhl für Kommunikationsnetze der TU Dortmund leitet die ISO/IEC Unterarbeitsgruppe für die Definition von „Conformance Tests“ und steuert in diesem Zusammenhang wissenschaftlich abgesicherte Test- und Evaluierungsmethoden aus dem Bereich für Kommunikationsnetze bei.

Die als "Testival" bezeichnete Veranstaltung ist ein innovatives Format, in dem sämtliche Implementierungen und Testsysteme von den teilnehmenden Unternehmen bzw. Instituten eingebracht und gegeneinander getestet werden. In Dortmund waren erstmals knapp 45 internationale Unternehmen und Forschungsinstituten mit rund 100 Fachleuten angemeldet. Mit Süd-Korea, Japan, Taiwan, USA, Frankreich, Dänemark, Schweiz und Deutschland nahmen insgesamt acht Nationen an der Veranstaltung teil. Unter anderem waren Audi, BMW, Ford, Honda, Hyundai, Porsche, Toyota, VW, RWE, Siemens, und eine ganze Reihe weiterer internationaler Automobil-Zulieferer vor Ort. Sie brachten zahlreiche Steuergeräte, Ladeinfrastrukturen sowie sechs unterschiedliche Elektrofahrzeuge für die Tests an der TU Dortmund mit ein. Die Fahrzeuge hatten teilweise Prototypen- bzw. Vorserienstatus und wurden von den japanischen bzw. koreanischen Herstellern für die zwei Testtage extra eingeflogen.

Die Aktivitäten des Lehrstuhls für Kommunikationsnetze (CNI) der TU Dortmund folgen aus den Forschungsergebnissen des durch Landesmittel (NRW EFRE) geförderten Forschungsprojekts "TIE-IN" sowie des durch Bundesmittel (BMWi) geförderten Forschungsprojekts "eNterop" und fanden in dem durch EFRE Mittel geförderten Kompetenzzentrum für Elektromobilität, Infrastruktur & Netze mit Unterstützung des Instituts für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft (IE3) statt.

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Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Christian Wietfeld

Lehrstuhl für Kommunikationsnetze

E-Mail:  

 

Dipl. Ing. Jens Schmutzler

Lehrstuhl für Kommunikationsnetze

E-Mail: