Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Mitarbeiter des Arbeitsgebiets Bordsysteme erhält Young Engineer Award im Bereich EMV

Am 22. Februar 2018 wurde im Rahmen der EMV 2018 der diesjährige Young Engineer Award an M.Sc. Andreas Bendicks verliehen. Der Doktorand vom Arbeitsgebiet Bordsysteme (Prof. Dr.-Ing. Stephan Frei) überzeugte mit seinem Beitrag zum Thema FPGA-basierte aktive Gegenkopplung der Schaltharmonischen von leistungselektronischen Systemen.

Ob intelligente Lösungen, innovative Denkansätze oder neue zukunftsweisende Modelle der elektromagnetischen Verträglichkeit: Die voranschreitende Elektrifizierung des Kfz bedingt eine steigende Anzahl an leistungselektronischen Konvertern zur Energiewandlung und -verteilung. Aufgrund der zugrundeliegenden PWM-Signale können diese Systeme erhebliche elektromagnetische Störungen erzeugen, welche beispielsweise den Empfang von Funkdiensten, die für das automatisierte Fahren eine noch größere Bedeutung bekommen werden, verschlechtern oder unmöglich machen. In der Praxis werden in den Konvertern üblicherweise passive Filterstrukturen eingesetzt, welche jedoch groß, schwer und teuer sind.

In der Forschungsarbeit des Arbeitsgebiets Bordsysteme werden aktive Gegenkopplungskonzepte untersucht und entwickelt. Bei diesen Konzepten werden die Störungen durch Gegenstörungen überlagert, wodurch es idealerweise zu einer vollständigen Auslöschung der Signale kommt. Dieser Ansatz verspricht im Vergleich zu passiven Lösungen eine erhebliche Bauraum- und Gewichtsreduktion, da die wesentliche Struktur aus Siliziumhalbleitern (und nicht aus vergleichsweise großen Spulen und Kondensatoren) besteht. Im Gegensatz zu den bisher üblichen Realisierungen kommen flexible FPGA-Signalverarbeitungssysteme anstelle von analogen Schaltungsstrukturen zum Einsatz.

Im Rahmen des Beitrags wird demonstriert, wie die aktive Gegenkopplung bis etwa 30 MHz auf FPGA-Systemen implementiert werden kann. Die besonderen Möglichkeiten und grundsätzlichen Begrenzungen werden herausgearbeitet und diskutiert. Das Vorgehen und die Wirksamkeit des Konzepts werden an einem praxisnahen Applikationsbeispiel demonstriert.

Das Kongresskomitee der EMV (Internationale Fachmesse und Kongress für Elektromagnetische Verträglichkeit) 2018 zeichnete die drei innovativsten Beiträge des Kongresses für den Best Paper Award und den hochwertigsten Beitrag eines jungen Ingenieuren (max. 35 Jahre alt) für den Young Engineer Award aus. Andreas Bendicks überzeugte mit seiner Arbeit in Qualität, Aktualität und bei der Präsentation.

Prof. Dr.-Ing. Heyno Garbe (Leibniz Universität Hannover), Komiteevorsitzender der EMV 2018 und Jurorenmitglied für beide Awards, erklärte die Bedeutung des Young Engineer Awards für die EMV-Branche folgendermaßen:

„Wir freuen uns über die Vielzahl von interessanten und hochqualifizierten Beiträgen, die wir erhalten haben. Der Young Engineer Award hat auch in diesem Jahr hohe Anforderungen an die Teilnehmer gestellt. Umso mehr freuen wir uns, dass so viele kluge Köpfe ihre Abstracts eingereicht haben. Plattformen wie die EMV sind wichtig: Sie verbinden die nächste Generation der Ingenieure mit erfahrenen und innovativen Menschen – alle können davon profitieren.“